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Hunderte Postämter vor dem Aus? Gewerkschaft: "Härtester Widerstand"

Postgewerkschaftschef Fritz urgiert lückenlose Information vor Mittwoch-Aufsichtsrat - Nächsten Donnerstag Zentralbetriebsratssitzung - Streik nicht ausgeschlossen 

(APA) - Pläne der österreichischen Post für eine weitere drastische Postamtsschließungswelle bringen die Gewerkschaft auf die Barrikaden: "Wenn das stimmt, gibt es den härtesten Widerstand, den man sich vorstellen kann", sagte am Donnerstag Vormittag Postgewerkschaftschef Gerhard Fritz zur APA. In seiner heutigen Ausgabe hat der "Standard" berichtet, die Post wolle rund 400 weitere Postämter zusperren. Bei 300 Filialen sei das Schicksal offenbar schon besiegelt, bei 100 lege sich die Post-Vertriebspartnerin BAWAG PSK noch quer. Die Schließungen von etwa einem Viertel aller Postämter sollen, so die Zeitung, ab 2009 verteilt bis 2011 über die Bühne gehen. Das "Redimensionierungsprogramm" solle Thema im Aufsichtsrat Mitte nächster Woche sein. In der Postgewerkschaft ist man dabei, diesen schockierenden Zahlen nachzugehen. Bisher ohne Erfolg. "Stimmt das, stimmt das nicht. Wir wissen es nicht", so Fritz. "Stimmt es nicht, könnte die Post das ja gleich sagen." Die Belegschaft sei zutiefst verunsichert. Fritz verlangte heute volle und lückenlose Auskunft noch vor der Aufsichtsratssitzung am nächsten Mittwoch, erinnert die ÖIAG und die Post-Verantwortlichen dabei ausdrücklich ans Aktiengesetz. Für Donnerstag, den 13. November, sei für alle Fälle bereits eine Zentralbetriebsratssitzung einberufen, kündigte der oberste Post-Gewerkschafter an. Dort werde man "weitere Maßnahmen" beraten. Ob das Streik heißt? "Wir nehmen dieses Wort nicht in den Mund. Aber alles ist möglich", sagte Fritz heute zur APA. Es gehe um existenzielle Fragen für die Post-Beschäftigten.