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Alle Telekom-Betriebsräte ziehen an einem Strang

Mit einem Schulterschluss wollen die Betriebsräte der Telekom-Branche sowie die Gewerkschaften GPA-djp und GPF in die nächsten KV-Runden gehen.

In einer gemeinsamen Sitzung am 30. Oktober 2008 haben Gewerkschaften, Betriebsräte und Personalvertreter unter anderem der Firmen 3, mobilkom austria, Orange, Telekom Austria, T-Mobile und Tele 2 vereinbart, ihre Forderungen an die jeweiligen Arbeitgeberverbände und Unternehmen zu koordinieren.
Damit soll das gegenseitige Ausspielen der Belegschaftsvertretungen durch Arbeitgebervertreter verhindert werden. Als nächster Schritt wird eine Betriebsrätekonferenz die gemeinsame Vorgangsweise verfestigen und auf eine noch breitere Basis stellen.
Gemeinsam will man sowohl die Mitarbeiter sensibilisieren als auch bei der Forderungsdurchsetzung an einem Strang ziehen.
„Bis jetzt haben die Arbeitgeber immer wieder versucht, ihre Finanzkraft brutal auszunutzen, bieten die Inflationsrate und sonst nichts“, formulierten die Gewerkschaftsvertreter. „Es ist auch angesichts der Finanzkrise hoch an der Zeit, den Investitionsmotor Telekom-Branche in die Pflicht zu nehmen. Alle zusätzlichen Markt-Leistungen finden derzeit auf dem Rücken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter statt“.
Die Ausgangslage ist gut: „Die Branche macht pro Jahr ein paar hundert Millionen Euro Gewinn. Es wäre daher unvorstellbar, dass die Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht angemessen abgegolten werden sollten“, stellten die Betriebsräte den Unternehmen die Rute ins Fenster.
Die Gewerkschaften sind sich einig, dass sich der Gehaltsabschluss sowohl an der Inflationsrate orientieren muss und auch die Geschäftsergebnisse 2008 widerspiegeln soll.
„Den Firmen geht es sehr gut. Es ist daher nur logisch, dass wir einen entsprechenden Anteil an der Wertschöpfung der Unternehmen verlangen werden. Das ist damit auch ein Konjunkturpaket für die Beschäftigten“, betonten die GPA-djp- und GPF-Vertreter abschließend.