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Tatort Postbus: Übergriffe auf Buslenker werden immer brutaler

Betriebsrat fordert Sicherheitsgipfel

Leider ist es kein Einzelfall, dass ein Postbuslenker auf seinem Arbeitsplatz tätlich angegriffen wird. Erst vor wenigen Tagen wurde ein 40-jähriger Buslenker bei Dienstantritt am Wiener Hauptbahnhof gegen 04:00 Uhr früh attackiert, verletzt und ausgeraubt. Die Täter sind unerkannt entkommen.

„Immer aggressiveren Attacken von immer hemmungsloseren Tätern muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden. Gewalt gegen Beschäftigte im Verkehrssektor ist kein Kavaliersdelikt und kann nicht länger hingenommen werden“, stellt Robert Wurm, Zentralbetriebsratsvorsitzender des ÖBB-Postbusses fest.

Es gibt keine Patentrezepte zur Bewältigung von Aggression und Gewalt. Gesetzlich ist festgehalten, dass die Dienstgeber „alle Einrichtungen ... die zum Schutze des Lebens und der Gesundheit der Angestellten erforderlich sind“, herzustellen haben. Das scheint aber nicht zu genügen. Zu wegen Personaleinsparungen der Unternehmen verursachtem Druck kommen die oft unterschätzten psychischen Folgen durch Stänkereien, Beschimpfungen und sogar körperlichen Attacken mancher Fahrgäste.

„Jetzt bedarf es sofortiger Maßnahmen, um die Sicherheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten. Es kann nicht sein, dass die Beschäftigten alleine das Risiko tragen sollen. Es wäre zum Beispiel im aktuellen Fall hilfreich gewesen, würden während der Nachtzeit generell videoüberwachte Busse eingesetzt“, sagt Robert Wurm.

Verstärkte Überwachung alleine wird aber nicht genügen. Der Betriebsrat fordert die zuständigen Ministerien dazu auf, so rasch wie möglich einen Sicherheitsgipfel zusammen mit den Interessenvertretungen einzuberufen, um Sicherheitsmaßnahmen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den öffentlichen Verkehrsunternehmen zu erarbeiten. Darüber hinaus müssen Präventions-Schulungen und psychologische Betreuung massiv ausgebaut werden.

„Muss noch mehr passieren, bevor etwas geschieht? Müssen die Lenkerinnen und Lenker Angst haben, wenn sie sich ans Steuer setzen?“, fragt Robert Wurm abschließend.

 

 


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