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Postbus-Betriebsrat: Ja zu Sozialkriterien bei Ausschreibungen!


Qualität und Leistung statt maximaler Profit – Bonus-Malus-Prinzip statt Billigstbieter-Wahn!

Seit langer Zeit fordern ÖBB-Postbus-Betriebsrat und Kommunikationsgewerkschaft GPF die Berücksichtigung von Sozial- und Qualitätskriterien bei Buslinien-Ausschreibungen der Verkehrsverbünde.

„Es ist sehr erfreulich, dass ÖBB-Generaldirektor Kern sich diesen Forderungen anschließt“, sagte Robert Wurm, Betriebsratsvorsitzender des ÖBB-Postbusses.

Auch die Forderungen des ÖBB-Generaldirektors nach einer besseren föderalen Selbstorganisation und die Einführung eines Bonus-Malus-Prinzips für Betriebe mit älteren Beschäftigten finden die Zustimmung des Betriebsrats. "Erfahrene ältere und deshalb teurere Lenkerinnen und Lenker sollen nicht diskriminiert werden. Und genau das passiert, wenn jüngere Lenker zur Kalkulationsgrundlage werden", sagte Robert Wurm.

Faktum ist, dass jeder Verkehrsverbund seine eigene Billig-Preis-Strategie fährt, statt sich an einer Gesamt-Verkehrslösung zu orientieren. Eine Sozialpartner-Arbeitsgruppe hat bereits vor einiger Zeit Vorschläge für „Sozialkriterien bei Ausschreibungen im Personenverkehr“ erarbeitet.

Wenn es nicht endlich zu einer besseren Abstimmung zwischen Bundesländern und Verkehrsverbünden kommt, zahlen die Beschäftigten und auch die Fahrgäste drauf. Daher müssen die ausschreibenden Stellen (Verbünde) verpflichtend werden, Sozial- und Qualitätskriterien in Ausschreibungen zu berücksichtigen.

„Es kann jedenfalls nicht so weitergehen, dass letztlich die Allgemeinheit über die Steuern und die Sozialversicherung den Preis für die ‚Geiz-ist-Geil’-Strategie der Verkehrsverbünde zahlen muss. Da ist auch der Gesetzgeber gefordert, ein Machtwort zu sprechen“, sagte Robert Wurm abschließend.