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Post-Belegschaft warnt vor Personalengpass bei Postämtern und Zustellung: Derzeit hunderte Posten unbesetzt

Köstinger: Post-Rekordbilanz geht zulasten von KundInnen und MitarbeiterInnen – Zahl der Kundenbeschwerden in den letzten Jahren stark gestiegen – Jeder weitere Personalabbau wäre Hasard 

Bei der Post kämpfen MitarbeiterInnen und Kunden zunehmend mit langen Warteschlangen in den Postämtern und mit Problemen bei der Zustellung. Grund ist ein akuter Personalmangel. Die Personalvertretung der Österreichischen Post AG schlägt nun Alarm. „Während der Vorstand diese Woche über eine Rekord-Bilanz gejubelt hat, sind auf den Postämtern und bei der Zustellung hunderte Posten unbesetzt“, erklärt der Vorsitzende der Personalvertretung und Gewerkschaft, Helmut Köstinger.

„Früher konnten Personalengpässe intern ausgeglichen worden. Durch eine Reihe von Management-Fehlentscheidungen ausgerechnet in diesen kundennahen Bereichen ist jetzt aber die Grenze erreicht und teilweise sogar überschritten“, so Köstinger.

Die Post hat zuletzt die Zustellgebiete (Rayone) immer wieder drastisch vergrößert. „In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Größe der Rayone nahezu verdoppelt. D.h. ein Briefzusteller bedient heute in derselben Zeit zweimal so viele Zustelladressen wie früher. Wenn unbesetzte Posten nicht umgehend nachbesetzt werden, kommt es hier zu dramatischen Problemen, die die Kunden mittlerweile auch bemerken“, kritisiert die Personalvertretung.

Ähnlich die Situation bei den Postämtern. Von einst 2.200 Postämtern hat das Unternehmen seit dem Milleniumswechsel über 1.700 Filialen geschlossen. Heute sind nur noch rund 500 Postämter übrig. Ersetzt wurden die geschlossenen Postämter durch so genannte „Post-Partner“. „Die Kunden gehen aber jetzt nicht wie erhofft zum Greißler wenn sie etwas von der Post benötigen, sondern ins nächste Postamt, das noch offen hat. Das ist der Grund, warum die Kunden heute in den Postämtern weit länger warten als früher. Die Kundenströme wurden völlig falsch eingeschätzt. Die derzeit unbesetzten Schalter haben diese Situation jetzt noch mehr verschärft“, beklagt Köstinger.

Für die Personalvertretung geht das vom Vorstand bejubelte Gewinn- und Dividendenwachstum deshalb zulasten der KundInnen und MitarbeiterInnen. Die Zahl der Kundenbeschwerden hat sich nach den Rückmeldungen bei der Personalvertretung in den vergangenen Monaten stark erhöht. „Unsere Kolleginnen und Kollegen leiden darunter massiv. Von Einzelfällen kann da keine Rede mehr sein. Das Management hat die Post kaputtgespart“, kritisiert Köstinger.

Umso unverständlicher ist für den Personalvertretungsvorsitzenden deshalb, dass der Vorstand wie angekündigt noch weitere Arbeitsplätze einsparen will. Zwar wurde ein groß angelegter Personalabbau diese Woche öffentlich in Abrede gestellt. Intern ist aber immer noch von der Streichung einiger hundert Posten pro Jahr die Rede. „Dafür gibt es null Spielraum“, warnt Köstinger und fordert anstelle einer neuerlichen Dividendenerhöhung mehr Geld für Sozialpläne für ältere MitarbeiterInnen.

 

 


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