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Bus-Kollektivvertrag: Ein „D’rüberfahren“ darf es nicht geben!

Länger arbeiten um weniger Geld – das ist Lohn- und Sozialraub!

Die Wirtschaftskammer arbeitet mit Salamitaktik: Ist die von der Regierung versprochene 60-Stunden-Woche nicht sofort zu bekommen, will man bei den KV-Verhandlungen mit der Gewerkschaft wenigstens die 50-Stunden-Woche durchsetzen.

Der große Vorteil für die Busunternehmen: Überstunden müßten nicht ab der 40. Wochenstunde, sondern erst ab der 50. Wochenstunde bezahlt werden.
Die Lenkerinnen und Lenker hätten nur Nachteile: Länger arbeiten und weniger Entgelt von rund 140 Euro pro Monat.

„Obwohl die Regierung immer wieder behauptet, dass die Überstunden durch die Änderung des Arbeitszeitgesetzes nicht gefährdet sind, soll den Autobuslenker/innen tief in die Tasche gegriffen werden. Überstundenzuschläge und Leistungszulagen fallen weg und die Durchrechnungszeiträume werden Richtung Jahresarbeitszeit verschoben“, sagt Robert Wurm, Zentralbetriebsratsvorsitzender des größten Busunternehmens Österreich, der ÖBB-Postbus GmbH.

„Mehr als 100.000 Demonstrantinnen und Demonstranten haben letzten Samstag klar gezeigt, was sie von den Plänen der ‚Regierung der Bosse’ halten: Absolut gar nichts!“, so Robert Wurm weiter.

Eine Gewerkschaft, die nach dieser machtvollen Demonstration von der gemeinsamen Linie abginge und jetzt kollektivvertragliche Verschlechterungen akzeptierte, würde die Absichten der Regierung fördern und die Interessen der Beschäftigten verraten.

„Ein D’rüberfahren über ihre Mitbestimmungsrechte und ihre soziale Sicherheit hat sich keine einzige KV-Lenkerin und kein einziger KV-Lenker verdient – sie sorgen verantwortungsvoll dafür, dass täglich Hunderttausende Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen“, sagte Robert Wurm abschließend.