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ÖBB-Postbus: Stopp der Altersdiskriminierung!

Harte Kritik an Postbus-Geschäftsführung – Betriebsrat macht Einspruch gegen die Wirtschaftsführung 

Bei der ÖBB-Postbus GmbH ist der soziale Friede in Gefahr. Nach Auffassung des Betriebsrates werden durch eine aktuelle Dienstanweisung ältere Lenkerinnen und Lenker gezielt ausgegrenzt.

Als „Arbeitgeber mit Verantwortung“, so will der ÖBB-Konzern gesehen werden. „Eine Unternehmenskultur, die sich zusätzlich durch Gleichbehandlung und partnerschaftlichem Verhalten am Arbeitsplatz auszeichnet, bildet eine der Grundlagen für ein positives Arbeitsklima, das dazu beiträgt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre unterschiedlichen Fähigkeiten voll in das Unternehmen einbringen“, steht in den ÖBB-eigenen „CSR“-Regeln, die selbstverständlich auch für den ÖBB-Postbus gelten sollten.

Aus Sicht des Betriebsrates klingt diese betriebsinterne Festlegung auf soziale Verantwortung wie eine Provokation. „Durch Aktionen wie der aktuellen Dienstanweisung wird der soziale Friede mit Füßen getreten, die Motivation der MitarbeiterInnen ist im Keller“, sagt der Zentralbetriebsratsvorsitzende Robert Wurm. Aus diesem Grund hat der Zentralbetriebsrat am 17. März einen Einspruch gegen die Wirtschaftsführung nach dem Arbeitsverfassungsgesetz eingebracht, um die Zurücknahme dieser Dienstanweisung zu erreichen.

Obwohl seit 30 Jahren Dienstpläne betriebsintern unter den Lenkerinnen und Lenkern ausgeschrieben wurden, gibt die neue Dienstanweisung jetzt vor, dass erfahrene ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – ungefähr die Hälfte der Belegschaft – vor allem als „Springer“ eingesetzt werden sollen, was auch finanzielle Nachteile mit sich bringt. „Offenbar will man die älteren Lenkerinnen und Lenker dazu bringen, sich aus dem Unternehmen zu verabschieden“, vermutet Robert Wurm. Jetzt sei aber auch die Verkehrsministerin Doris Bures gefragt, ihre Eigentümerverantwortung wahrzunehmen und ein Machtwort zu sprechen. „Ich verstehe die Wut der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das Unternehmen mit ihrer Arbeit ganz nach vorne gebracht haben und jetzt als Dank dafür ausgegrenzt werden sollen. Diese Vorgangsweise werden wir nicht einfach hinnehmen“, schloss Robert Wurm.

 

 


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